Free Josef

FREE JOSEF!

Wenn man als Individuum seine eigene Meinung nicht mehr sagen darf, wenn man nicht mehr für seine Ideale einstehen darf, wenn man bestraft wird, weil man nicht nur zusieht, sondern etwas verändern will und das vollkommen friedlich, ohne böse Absicht – dann fängt man an, das Österreichische Rechtssystem und die österreichische Justiz in Frage zu stellen.

Wien, 24.01.2014: Josef S., ein deutscher Antifaschist und Genosse, wurde im Zuge der Proteste gegen den rechtsextremen Akademikerball verhaftet. Er wird beschuldigt, bei den Demonstrationen Landfriedensbruch begangen und eine schwere Körperverletzung verursacht zu haben. Allerdings gibt es für diese Vorwürfe weder Beweise noch Zeugen, wie auch? Wenn mehrere tausend Menschen auf der Straße laut und deutlich ein Zeichen GEGEN Rechts setzen, ist es schwierig den Überblick zu behalten. Trotz einer Präsenz von 2000 Polizeibeamten kam es zu diversen Ausschreitungen, aber wir fragen uns WIESO muss Josef S. sich seiner Freiheit berauben lassen, obwohl niemand mit absoluter Sicherheit sagen kann, dass er Teil der massiven Aufstände war.

Man bekommt eher das Gefühl, dass Josef willkürlich aus der Menge erwählt worden ist, als Sündenbock, an dem ein Exempel für all jene statuiert werden soll, die tatsächlich an den Krawallen und Ausschreitungen beteiligt waren. Nun sitzt unser deutscher Genosse in Untersuchungshaft, ohne Aussicht wann diese beendet werden sollte.

Wien, 06.06.2014: Die Verhandlung von Josef S. findet statt und endet… mit einer Aufschiebung. Seit nun über vier Monaten sitzt der Antifaschist Josef in U-Haft und erneut muss er sich der Justiz beugen. Wir fragen uns WARUM!? Wie kann das sein, wenn weder Beweiskraft noch stichhaltige Fakten verfügbar sind, dass jemand für so lange Zeit eingesperrt wird. Was ist mit den wahren Verbrechern, die morden, vergewaltigen und zerstören, aber frei herum laufen?

Das Einsperren von Menschen ohne einen triftigen Grund ist Unrecht. Wenn noch dazu aktive Antifaschist/innen mit fadenscheinigen 
Argumenten festgehalten werden, hat es einen besonders negativen 
Beigeschmack. Als Rote Falken treten wir für Gerechtigkeit ein und fordern die sofortige Freilassung und Entschädigung von Josef S.

Aus diesem Grund setzen wir uns zusammen für unseren Genossen ein und haben eine Online Petition ins Leben gerufen. Wenn auch DU unserem Freund Josef helfen möchtest, dann unterzeichne sie und zeige, dass du genauso wie wir, für Gerechtigkeit und (Meinungs)Freiheit eintrittst.

Nie wieder Faschismus!

Freundschaft!

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Rote Falken Oberösterreich

Wiener Straße 131, 4020 Linz
Tel.: 0732 / 77 30 11 – 21