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Was sich Kinder wünschen

Zu Familien und deren Leben wissen Viele etwas zu sagen. Aber wer fragt die Kinder? Kaum jemand. Deswegen beauftragten die Kinderfreunde eine Mitarbeiterin mit einer Studie.

Wunsch nach mehr Familienzeit

Für Kinder ist ein ausreichendes Maß an Freizeit wichtig. Sie dient zur Erholung und zum Nachgehen der eigenen Hobbies. Aus der Kinderbefragung ging hervor, dass ein Viertel der befragten Kinder lediglich zwei Stunden oder weniger Zeit unter der Woche zur freien Verfügung hat. Generell ist jede/r Dritte der Befragten nur mäßig- bis unzufrieden mit der frei verfügbaren Zeit. Ein großer Teil der Kinder (41 %!) wünscht sich mehr Zeit mit der Familie. „Das ist ein Ergebnis, das uns aufhorchen lässt“, erklärt Susanne Pollinger, Geschäftsführerin der Kinderfreunde Oberösterreich. „Die aktuellen politischen Entwicklungen und der 12h-Tag wirken sich negativ auf die gemeinsame Zeit aus. Wir finden, Familien brauchen mehr und nicht weniger Zeit. Dafür setzen wir uns ein.“

Erster Platz: Gemeinsames Essen

Es sind oft die kleinen Dinge im Alltag, die die Familie zusammenschweißen. Dafür braucht es nicht viel. Oft reichen Familienrituale oder ein gemeinsames Essen. Wie wichtig letzteres für die Kinder ist, zeigt die Befragung: 91 % der Kinder gaben an, dass gemeinsames Essen die beliebteste Familien-Aktivität ist.

Freunde sind wichtig

Neben der Familie haben auch die Freunde einen hohen Stellenwert für die Kinder. Jede/r Zweite wünscht sich mehr Zeit mit FreundInnen. Knapp 90 % der befragten Kinder gaben an, dass FreundInnen treffen zur beliebtesten Freizeitaktivität unter der Woche zählt. Es braucht somit im Alltag Gelegenheiten, den Heranwachsenden Zeit mit FreundInnen zu ermöglichen. Weitere beliebte Aktivitäten an Wochentagen sind Fernsehen (77 %), dicht gefolgt von Sport (76 %), Computer spielen (73 %) und draußen spielen (71 %) – Mehrfachnennungen waren möglich. Hier wird die Verantwortung der Erwachsenen für ein gesundes Aufwachsen sichtbar. Wir alle wissen, Kindheitserinnerungen entstehen besonders beim Auf-Bäume-Klettern, mit Gummistiefeln-durch-Bach-Wandern oder beim Regenwürmer-Zählen.

Was Kinder stört

Um die negativen Aspekte der Familienzeit zu erheben, wurden die Kinder aufgefordert, ihre schlechten Erfahrungen aufzuschreiben und in einen Sorgenfresser zu stecken. Danach wurde anonym ausgewertet. Was stört die Kinder nun innerhalb der Familie? Da war sich der überwiegende Teil einig: Streit, schwierige Kommunikation und fehlende Aufmerksamkeit. Es sollte uns allen bewusst werden, dass die schnelllebige Leistungsgesellschaft einen hohen Druck auf uns alle ausübt. Alltagsstress führt zu schlechter Laune, das bedingt Streit und es bleibt wenig Zeit für wirklich Wichtiges. Tipp: Einen Gang zurückschalten und Zeit bewusster verbringen. Es ist gewiss leichter gesagt als getan, aber einfach einmal versuchen!

Den gesamten Bericht der Kinderbefragung gibt es hier zum Download:


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