Suchtprävention

Lass dich nicht unterkriegen.Entscheide selbstbewusst.

Lass dich nicht unterkriegen.Entscheide selbstbewusst.

"Wie kann ich unterscheiden zwischen Hingabe und Sucht? Indem ich mir folgende Frage beantworte: Komme ich zur Sattheit? Wie fühle ich mich hinterher?" (Ute Lauterbach)

 

Wenn man an Süchtige denkt, hat man schnell das Bild eines Junkies in der U-Bahnstation oder eines Obdachlosen mit Bierflasche vor Augen. Sucht ist aber längst nicht nur ein Problem von Randgruppen. JedeR kann süchtig werden - auch Kinder. Abhängigkeiten können sehr vielfältig sein und müssen nicht an Substanzen (Alkohol, Dorgen,...) gebunden sein. Gerade Kinder und Jugendliche sind eher von substanzungebundenen Süchten betroffen (Internetsuch, Störungen des Essverhaltens,...), aber auch Alkohol und Nikotin wird bei immer jüngeren Kindern zum Problem.

Die immer größer werdende Zahl der Kinder und Jugendlichen mit riskantem Konsumverhalten hat uns zu dem Entschluss gebracht, dieses Thema für die Gruppenarbeit aufzugreifen.

Suchtprävention hat viele verschiedene Facetten. Der für die Kinder- und Jugendgruppenarbeit - unserer Meinung nach - wichtigste Bereich, ist die Steigerung des Selbstwertes. Kinder und Jugendliche mit hohem Selbstwert haben eine viel geringe Wahrscheinlichkeit abhängig zu werden.

 

Suchtprävention in der Gruppenarbeit

Unsere Fragestellung lautet: Wie können wir die Kinder und Jugendlichen, die zu uns in die Gruppenstunden kommen, auf eine spielerische und offene Weise aber ohne erhobenen Zeigefinger, stärker machen und somit die Wahrscheinlichkeit von Abhängigkeit verringern?

Die Gruppenarbeit bietet jungen Menschen eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung, sie können Neues kennen lernen und haben einen geschützten Rahmen für Experimente. Durch die Mitbestimmung und Beteiligung und das Zusammensein in der Gruppe (vor allem auf Zeltlager) können sie Verantwortung für sich und andere übernehmen und dabei lernen, die Konsequenzen ihres Handelns abzuschätzen.

Die soziale Kompetenz und Selbständigkeit, die im Gruppenleben erworben wird, ist ein wichtiger Schutzfaktor, der den Kindern und Jugendlichen mehr Möglichkeiten bietet, stressige, ungewohnte oder schwere Situationen zu meistern. Die Gruppenarbeit an sich spielt daher eine große Rolle in der Suchtprävention.

 

"Ach ihr macht ja jetzt eine Suchtpräventionskampagne - da dürft's dann aber nimma rauchen - gell!"

Solche und andere Sprüche sollten nicht von der Arbeit in den Gruppen abhalten. Natürlich haben auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Roten Falken und Kinderfreunde Probleme mit Sucht oder kritischem Konsum. Wir sind uns unserer Rolle als Vorbilder bewusst und versuchen daher den Kindern und Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit Suchtmitteln vorzuleben.

 

"Die wirksamste und beste Suchtvorbeugung ist das Genießen-Können" (Ernst Ferstl)

Egal welche Funktion wir innerhalb der Organisation haben, Kinder und Jugendliche sehen was wir machen und wie wir es machen. Daher sollte sich jedeR egal ob Roter Falke, BesucherIn einer Veranstaltung, CampmitarbeiterIn, FreundIn der Organisation, CampleiterIn, Graufalke oder Kinderfreund dieser Vorbildfunktion bewusst sein.

In der arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehen wir als Rote Falken strenge Verhaltensregeln im Umgang mit Suchtmitteln als Selbstverständlich an. Konsequenzen wie verärgerte Eltern, Nachahmung durch die Kinder oder Konflikte mit dem Gesetz fallen auf die gesamte Organisation zurück. Wie das Bild der Roten Falken nach außen ist und sein sollte, hängt von jedem Einzelnen ab.

 

Folgende Materialien können wir euch zur Verfügung stellen:

Mappe
 
Plakat
 
Pickerl
 


Rote Falken Oberösterreich
Wiener Str. 131 · 4020 Linz
0732 / 77 30 11 – 21 ·

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