Für faire Kinderarbeit

Die Roten Falken sind gegen ausbeuterische Kinderarbeit und setzen sich für faire Lebens- und Arbeitsbedingungen für Kinder weltweit ein.

Weltweit arbeiten rund 350 Millionen Kinder und Jugendliche.
Etwa 180 Millionen davon in den gefährlichsten und schlimmsten Formen von Kinderarbeit.
Im Zusammenhang mit Kinderarbeit werden so viele Kinderrechte wie nirgends sonst verletzt.

Hier einige Beispiele:
Recht auf...
  ... Schutz vor Ausbeutung
  ... Freizeit und Erholung
  ... Bildung
  ... Schutz vor Gewalt gegen Kinder
  ... Schutz vor Kinderhandel
  ... Schutz vor sexuellem Missbrauch
  ... Gesundheit

Es ist uns vor allem ein Anliegen den Begriff Kinderarbeit zu differenzieren, denn DIE Kinderarbeit gibt es nicht.
Viele junge Menschen verrichten regelmäßig Arbeit, die ihrem Alter und ihrer Reife entspricht. Auf diese Weise lernen sie Verantwortung zu übernehmen und sich nützliche Fähigkeiten anzueignen. Diese KinderarbeiterInnen wollen keine generelle Abschaffung von Kinderarbeit, sondern eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Schutz vor Ausbeutung und Zugang zu Bildung. Im Gegensatz dazu gibt es natürlich auch Formen von Kinderarbeit, die für uns nicht akzeptabel sind. Wir sind der Überzeugung dass weltweit vorgegangen werden muss gegen:

  • Versklavung von Kindern
  • Schuldknechtschaft
  • Handel mit Kindern
  • Prostitution von Kindern
  • Pornographie mit Kindern
  • alle anderen Formen der Ausbeutung oder Gefährdung von Kindern (lange Arbeitszeiten, körperlicher und psychischer Überanstrengung, etc.)

 

Landwirtschaft
70% der arbeitenden Kinder sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Sie müssen auf Zuckerrohr-, Tee-, Kakao- oder Orangenplantagen stundenlang für einen Hungerlohn arbeiten. Obwohl so viele Kinder in der Landwirtschaft arbeiten ist die Berichterstattung der Medien meist auf die Exportindustrie und auf den Bereich des internatonalen Sextourismus beschränkt. Dabei ist die Landwirtschaft der gefährlichste Wirtschaftszweig überhaupt. Körperliche Schwerstarbeit, mangelnder Arbeitsschutz, überlange Arbeitszeiten und der unmittelbare Kontakt mit Chemikalien sind hier an der Tagesordnung.

Oft sind die PlantagenarbeiterInnen dazu gezwungen, dass ihre Kinder mitarbeiten müssen. Meist erhalten sie nur eine völlig unzureichende Entlohnung oder es müssen Mindestmengen geerntet werden, die für einen Einzelnen nicht erreichbar sind.

 

Industrie
Im nordindischen „Teppichgürtel“ - aus dem rund 90 Prozent aller Teppichexporte Indiens stammen - arbeiten laut einer Schätzung rund 350.000 Kinder unter 14 Jahren. Das sind zwischen 50 und 70 Prozent aller Knüpfer der Region. Hinzugezählt werden müssen die Kinder, die dem Knüpfen vor- und nachgelagerte Tätigkeiten, wie Sortieren der Wolle oder Waschen der Teppiche, ausüben. Die hohe Konzentration von Wollfasern in der Luft verursacht bleibende Schäden der Atemwege, die extrem schlechte Beleuchtung mindert das Sehvermögen, und die schweren Werkzeuge wie die körperliche Anstrengung führen zu Gelenk- und Bandscheibenschäden.

 

Dienstleistungen
Millionen von Kindern arbeiten in den unterschiedlichsten Bereichen des Dienstleistungssektors. Die meisten davon sind Hausangestellte. Vor allem Mädchen arbeiten in privaten Haushalten. Sie kommen größtenteils aus ländlichen Regionen, wo Arbeit rar ist. Mit der Hoffnung auf ein besseres Leben wandern sie in die Kleinstädte aus. Was sie in Wirklichkeit erleben sind Arbeitstage bis zu 16 Stunden, körperlich harte Arbeit, niedrige Löhne, die oft nicht ausbezahlt werden, Misshandlungen, sexuelle Ausbeutung, schlechte Lebensbedingungen und schlechte Gesundheitsversorgung. Kinderarbeit im Bereich Tourismus und Straßenkinder zählen genau so zum Dienstleistungssektor, wie etwa Kinderprostitution.

 

Kinderprostitution
Kinderprostitution, Kinderhandel und Kinderpornografie nehmen immer mehr zu. Obwohl in den 90iger Jahren das Bewusstsein für die sexuelle Ausbeutung von Kindern geschärft wurde, boomt das Milliarden-Geschäft mit den Kindern weiter. Ausgebeutet werden vor allem Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren, aber auch Jungen und jüngere Kinder. In Thailand werden im Sex-Geschäft zwischen 14 und 16 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet, davon ein großer Teil von Minderjährigen. Die Nachfrage nach Kinderprostituierten steigt, da viele Kunden offenbar glauben, diese seien seltener mit dem HI-Virus infiziert. Dabei stecken sich gerade Heranwachsende leichter an, denn sie sind anfälliger für Verletzungen und können kaum den Gebrauch eines Kondoms durchsetzen.

 

Folgende Materialien können wir euch zur Verfügung stellen:

Mappe    
   
     
Plakate    
 
     
Postkarten    
 
     
Pickerl    
   
 


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