Tempo 30 rund um Schulen und Spielplätze gefordert

Linz, 22.2.2019. Laut einem Bericht des Kuratoriums für Verkehrssicherheit gibt es pro Jahr rund 2800 Verkehrsunfälle, bei denen Kinder beteiligt sind. Bei jedem dritten dieser Verkehrsunfälle sind die Kinder als Fußgänger unterwegs. Acht Kinder sterben jährlich im Verkehr, Ursache ist meist überhöhte Geschwindigkeit.

Wird jemand mit Tempo 30 angefahren, stirbt eines von 10 Unfallopfern, bei Tempo 60 gibt es kaum eine Überlebenschance. Der Vorsitzende der Kinderfreunde OÖ fordert deshalb generell Tempo 30 auf allen Straßen rund um Spielplätze, Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen. Der Semester-Schulstart steht vor der Tür. Damit werden wieder viele Kinder durch zu schnell fahrenden Autos gefährdet. „Menschenleben sind wichtiger als Autos und Geschwindigkeit“, betont Roland Schwandner, der Vorsitzende der Kinderfreunde OÖ. „Die Sicherheit der Kinder hat oberste Priorität und die Gemeinden haben es in der Hand, den Schutz der Kinder im Straßenverkehr umzusetzen“ so Schwandner. Deshalb fordert er Tempo 30 rund um jene Gebiete, in denen die Kinder regelmäßig unterwegs sind.

Sicherheitsanalyse in jeder Gemeinde nötig

Roland Schwandner möchte die Kinderfreunde-Ortsgruppen anregen, in Sachen Verkehrssicherheit aktiv zu werden. Die ehrenamtlichen Kinderfreunde-Gruppen sollen ihren Gemeinderäten eine Petition übergeben, in der noch vor dem Sommer 2019 eine Analyse zur Sicherheit der Kinder in den Gemeinden gefordert wird. Eine Umsetzung mit dem neuen Schuljahr im Herbst 2019 ist das Ziel.

„Uns geht es nicht nur um die angesprochenen angrenzenden Straßen zu Schule, Kindergarten und Spielplätzen sondern auch um weitere kritische Verkehrssituation für Kinder in Gemeinden. Die geforderte Analyse soll einfach gestaltet sein - es genügen Fotos und Landkarten - und am besten werden die Kinder dabei beteiligt, denn sie sind die Expertinnen und Expertinnen ihres Lebens“, schließt Roland Schwandner.

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