Schwarzer Tag für Bildung der Kleinsten

Linz, 15.01.2018. Für die Kinderfreunde OÖ ist es nicht nachvollziehbar, dass ab 1. Februar ein Elternbeitrag für den Nachmittagsbesuch im Kindergarten eingehoben wird. Dies wird heute von ÖVP und FPÖ in der Regierungssitzung beschlossen.

Die Kinderfreunde OÖ warnen davor, für die Bildung, Erziehung, Betreuung und Pflege in einer Kinderbetreuungseinrichtung abzukassieren. „Ein Kindergarten ist kein Aufbewahrungsort sondern eine Bildungseinrichtung! Bildung muss für alle kostenfrei zugänglich sein!“, sagt Susanne Pollinger, Geschäftsführerin der Kinderfreunde OÖ.

Nur Verlierer keine Gewinner

Wenn nun für viele Kinder 13 Uhr die Deadline ist, sind sie mit einer gravierenden Änderung des gewohnten Tagesablaufes konfrontiert. Der wertvolle Bildungsauftrag am Vormittag wird sich drastisch ändern, da nun alles früher und rascher erledigt werden muss. Der Nachmittag als Vertiefungszeit geht verloren. Eltern werden zur Kasse gebeten und insbesondere Alleinerziehende sind mit ungerechtfertigten Zusatzkosten belastet. Pädagogisches Personal fürchtet Stundenkürzungen. Den Gemeinden wird die Gruppenförderung reduziert, die eingehobenen Elternbeiträge werden kaum den Mehraufwand, der auf Gemeinden zukommt, decken können. „Die Gebühren sind für Kinder, Eltern, pädagogisches Personal und Gemeinden eine Belastung, die durch nichts zu rechtfertigen sind“, so Pollinger.

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