Gruppe_Teilnehmer_innen_WsW

Wissen statt Wegschauen

Mehr als 20 Pädagoginnen und Pädagogen aus ganz OÖ nehmen am Kinderschutzlehrgang, der am 9. März gestartet hat, teil. Sie erwarten sich mehr Sicherheit im Umgang mit von Gewalt betroffenen Kindern und auch mehr Handlungskompetenz.

Die Psychotherapeutin und Mitarbeiterin des Steyrer Kinderschutzzentrums Sonja Farkas eröffnete den Lehrgang mit einem Input zum Thema „Grundlagen, Ursachen und Formen von Gewalt gegen Kinder“.

Mit vielen konkreten Erwartungen kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Lehrgang.

„Ich habe ein sehr waches Auge auf alle von uns betreuten Kinder. Wenn bei einem Kind ein Verdacht auf Gewalt oder Missbrauch auftaucht, fehlen mir die Sicherheit und das Wissen im Umgang damit. Der Lehrgang wird mir dabei helfen.“ Romana Radlspäck, Krabbelstube Enns

.

„Bei Fällen von Gewalt will ich richtig reagieren können. Ich will wissen, wie ich das merke und was ich tun kann“. Melanie Karlinger, Volkshilfe, Internationale Kinderbetreuung Mosaik

.

„Ich möchte mir nie den Vorwurf machen müssen, dass ich bei einem betroffenen Kind nicht eingeschritten bin. Was kann ich unternehmen, an wen kann ich mich wenden: das sind meine wichtigsten Fragen.“ Renate Mayrhofer, Hort und Ortsgruppe Pregarten

.

„Über diesen Lehrgang habe ich schon viel Gutes gehört, deshalb nehme ich teil. Ich habe bereits mit von Gewalt betroffenen Kindern zu tun gehabt und fand das sehr schwierig. Ich erwarte mir mehr Sicherheit, und dass ich bei einem aufkommenden Verdacht das Richtige tun kann.“ Daniela Harrer, Krabbelstube Oftering

.

„Manche von Gewalt betroffene Kinder benehmen sich vollkommen unauffällig, um den letzten Rest an Normalität zu erhalten. Der Hort ist für diese Kinder ein sicherer Hafen, in dem sie sich nicht mit ihren Gewalterfahrungen konfrontieren möchten. Wie gehe ich damit um, ohne wegzuschauen? Das möchte ich gerne im Rahmen des Lehrgangs diskutieren.“ Maria Roidinger, Hort Ried in der Riedmark.

.

Druckansicht