Kinderrechte

Kinderfreunde unzufrieden

Linz, 18.1.2011. Seit Jahren engagieren sich die Kinderfreunde OÖ für das Festschreiben der Kinderrechte in der Bundesverfassung. Ob mit der Kidsparade, der Kinderrechte-Uni oder mit einer Aktion im Jahr 2008, bei der 11.684 Menschen für das Festschreiben der Kinderrechte unterschrieben: die Kinderfreunde blieben am Ball und trieben ihr Anliegen voran. Mit dem vorliegenden Verfassungsgesetzvorschlag sind die Kinderfreunde OÖ aber unzufrieden.

„Wir freuen uns über diesen Teilerfolg, kritisieren aber, dass elementare Punkte wie die Rechte auf Bildung, Freizeit oder Gesundheit ausgelassen wurden“, erklärt Bernd Dobesberger, Vorsitzender der Kinderfreunde OÖ. Außerdem sei es möglich, Kinder und Jugendliche aus dem Gesetz auszunehmen.

„Wir sind nicht einverstanden damit, dass fremdenrechtliche oder wirtschaftliche Kriterien ein Grund dafür sein können, dass die Rechte der Kinder außer Kraft gesetzt werden. Kinderrechte sind unteilbar“, bekräftigt Dobesberger den Standpunkt der Kinderfreunde OÖ. Man werde sich dafür einsetzen, dass es in den Ausführungsgesetzen auf Landesebene eine Konkretisierung in die richtige Richtung gibt. Außerdem werden die Kinderfreunde weiterhin die Kinderrechte zum Thema machen, dies u.a. bei der am 2. Juli zum neunten Mal stattfindenden Kidsparade in Linz, kündigt Bernd Dobesberger an.

Bericht in der Wiener Zeitung

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