Gerhard_Ayleen_Lydia

Zwei Wochen Urlaub. Erholung? Fehlanzeige!

Gerhard Heim arbeitet hauptamtlich als Bereichsleiter bei den Kinderfreunden OÖ, ehrenamtlich engagiert er sich als Vorsitzender der Ortsgruppe Schiffswerft. Heuer war er mit 14 „seiner“ Kinder zum zweiten Mal beim Falkencamp in Döbriach mit dabei. Was er dabei erlebt hat, erzählt er im Interview.

Gerhard, vor ein paar Tagen bist du aus Döbriach zurückgekehrt, wie war es?
Gut, alles ist reibungslos und ohne unangenehme Zwischenfälle verlaufen. Es war extrem gut organisiert, nur das wechselhafte Wetter hat uns oft Improvisation abverlangt.

Es hat ja immer wieder mal geregnet, stört das die Kinder?
Nein, überhaupt nicht, das ist ihnen vollkommen egal. Wenn die Sachen nass sind, dann trocknen sie auch wieder, das sehen die Kids ganz pragmatisch. Natürlich wäre allen lieber, wir hätten zwei Wochen Sonnenschein, doch das kommt halt ganz selten vor. Und so ein Regenspaziergang hat auch was

Wie ist das mit dem Programm? Was passiert da bei so einem Falkencamp?
Da zeitgleich mit dem oberösterreichischen Camp ein internationales stattgefunden hat, gab es drei Programmebenen. Neben den beiden genannten, haben wir als Gruppe eigene Programmpunkte entwickelt, da war es manchmal schwer, alles zeitlich auf die Reihe zu bekommen.

Und was macht man konkret?
So unglaublich viel. Es gibt verschiedenste Workshops, die Kinder basteln, sie spielen Fußball, besuchen einen Hochseilgarten, gehen schwimmen, wandern, singen, und, und, und.

Du warst alleine für eine Gruppe von sechs Kindern zwischen fünf und neun Jahren verantwortlich. Ist das nicht unglaublich anstrengend?
Das schon, weil du bist erste Ansprechperson für alle Belange. Vom verlorenen Schuh bis zum Bauchzwicken, für alles musst du eine Lösung finden

Und wie schaut es mit dem Heimweh aus?
Ich musste die Eltern am Telefon mehr trösten, als die Kinder. Kein Wunder, denn bei der Action, die im Camp abgeht, haben Kinder meist gar keine Zeit, sich nach zu Hause zu sehnen.

Für deinen Einsatz in Döbriach nimmst du dir Urlaub. Warum machst du das?
Weil es mir ganz einfach wichtig ist, Kindern eine solche Art von Urlaub zu ermöglichen.

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