Listenbild_Hort_Nachmittagsbetreuungsdiskussion_2015

Diskussion / Zukunft von Hort und Nachmittagsbetreuung

Zu einer Info- und Diskussionsveranstaltung hatten am Montag, den 18.5.2015 die Kinderfreunde OÖ, der GVV OÖ und die SPÖ OÖ BürgermeisterInnen und Gemeinderatsmitglieder aus ganz OÖ eingeladen. Es ging um die Zukunft der Horte und der Nachmittagsbetreuung mit dem Titel "Die beste Qualität für unsere Kinder".

Knapp 50 politische EntscheidungsträgerInnen beteiligten sich an der Diskussion. Der Hausherr Bürgermeister Manfred Baumberger aus Ansfelden betonte die Wichtigkeit der Kinderbetreuungseinrichtungen für Ansfelden und seine hohe Zufriedenheit mit den 16 von den Kinderfreunden geführten Hortgruppen.

Zu Beginn stand die Begriffsklärung durch Kinderfreunde-Geschäftsführerin Simone Diensthuber. Besprochen wurden die Kriterien die einen Hort, die Nachmittagsbetreuung (Ganztagsschule in offener Form) und die echte Ganzttagsschule (verschränkte Form) ausmachen.

Danach erläuterte Vizebürgermeister Rudi Brandstätter, wie es trotz widriger Förderbedingungen zum bald erfolgenden Ausbau des Hortes in Unterweitersdorf gekommen ist.

Thomas Punkenhofer aus Mauthausen präsentierte den Weg, den seine Gemeinde mit dem parallelen Führen von Nachmittagsbetreuung und echter Ganztagsschule geht.

In der Podiumsdiskussion mit LAbg. und Hortpädagogin Petra Müllner, Bgm. und GVV-Vorsitzenden Manfred Kalchmair, Hortpädagogin Eva Fohringer und Kinderfreunde-Bereichsleiterin Klaudia Honauer war man sich einig, dass das Fehlen von Qualitätskriterien in der Nachmittagsbetreuung ein großer Schritt zurück für die pädagogische Qualität bedeutet. Egal in welcher Form Kinder betreut werden, geschultes Personal, ein kleiner Betreuungsschlüssel und räumliche Mindeststandards müssten selbstverständlich sein. Eva Fohringer, seit 15 Jahren in der Hortpädagogik aktiv, betonte, wie wichtig es sei, eine freizeitpädagogische Ausbildung zu haben, wenn man für die Kinder am Nachmittag verantwortlich ist.

Landtagsabgeordnete Müllner ortete in der aktuellen Förderpolitik des Landes OÖ einen klarer Verhandlungsfehler von Seiten von Landesrätin Hummer. Da in der 15a-Vereinbarung mit dem Bund die Förderung von Horten nicht mithineingenommen worden war, können für deren Ausbau keine Gelder lukriert werden. Das gehöre schnellstmöglich neu verhandelt, so Müllner.

Gut informiert in die Verhandlungen mit den Beamten des Landes OÖ zu gehen, das empfahl der Sierninger Bürgermeister Manfred Kalchmair. Das Wissen zu gesetzlichen Rahmenbedingungen und den Überblick können sich GemeindevertreterInnen von den Kinderfreunden holen, betonte deren Bereichsleiterin Klaudia Honauer.

Es herrscht viel Handlungsbedarf in diesem Bereich, das wurde aus den Fragen des Publikums klar.

In einer Presseaussendung vom 20.5.2015 kritisieren die Kinderfreunde die zuständige Landesrätin Hummer für Verhandlungsfehler in diesem Bereich:

Weitere Informationen und individuelle Angebote zu den unterschiedlichen Betreuungsformen für Schulkinder, sowie für Krabbelstube und Kindergarten:

Klaudia Honauer, MAS, Bereichsleiterin Kinderbetreuung, Tel: 0732/77 30 11-16, Handy: 0699/ 16 886 016,

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