Kinderschutzzentrum 001

10 Jahre Kinderschutzzentrum Bad Ischl

Das Kinderschutzzentrum „Känguru“ in Bad Ischl feiert am 10. März um 18.00 Uhr im Saal der Sparkasse Bad Ischl sein 10-Jahres-Jubiläum. Dabei werden die Erfolge der Kinderschutzarbeit präsentiert und über deren Grenzen gesprochen. Das Zentrum hat in den vergangenen 10 Jahren rund 3000 Menschen durch Beratung und Psychotherapie betreut.

Die Themen

Verhaltensauffälligkeiten, Konflikte im familiären Umfeld, traumatische Erlebnisse, Selbstwertarbeit, Trennung/Scheidung, sexuelle Gewalt gegen Kinder und Vernachlässigung sind die am meisten abgefragten Themen, mit denen das Team des Kinderschutzzentrums konfrontiert ist. Dessen MitarbeiterInnen haben Ausbildungen in den Bereichen Sozialarbeit, Psychologie, Pädagogik und Psychotherapie.

Die Art der Tätigkeiten

Die Kernaufgabe des Kinderschutzzentrums ist die Beratung von Kindern und Eltern und deren Therapie. Es wird aber auch Weiterbildung für MultiplikatorInnen, wie PädagogInnen aus Kindergärten und Schulen, AnwältInnen und Krankenhaus­personal angeboten. Außerdem helfen die MitarbeiterInnen des „Känguru“ an Schulen, Probleme im Zusammenhang mit Gewalt an oder zwischen SchülerInnen zu lösen.

Zahlen und Fakten

10 Jahre Kinderschutzzentrum
In den letzten 10 Jahren hat das „Känguru“ durch Beratung und Psychotherapie rund 3000 Klientinnen und Klienten bei ca. 9.500 Beratungskontakten betreut. Von 2004 bis 2008 wurde Besuchsbegleitung geleistet, seit 2003 wird Prozessbegleitung in Strafverfahren angeboten. Für die Arbeit stehen dem „Känguru“ 1,9 Dienstposten zur Verfügung. Dessen Stunden werden auf ein gemischtgeschlechtliches Team von vier oder fünf Personen aufgeteilt.

Rückblick 2010
2010 wurden 279 Menschen betreut, davon waren 66 Kinder und Jugendliche und 213 Erwachsene. Insgesamt absolvierte das Kinderschutzzentrum im letzten Jahr 1313 Beratungskontakte, die sich zu fast gleichen Teilen auf Psychotherapie, persönliche Beratung und telefonische Beratung aufteilten.
53 Prozent dieser Personen kamen aus Bad Ischl und Bad Goisern, der Rest teilt sich auf Menschen aus Ebensee, Gmunden, Altmünster, Strobl, Gosau, etc. auf.
Fast 60 Prozent der betreuten Personen meldeten sich aus eigenem Antrieb, die verbleibenden 40 Prozent wurden durch Jugendwohlfahrt, soziale Einrichtungen, Schule, Kindergarten/Hort, Krankenhaus/Arzt oder Polizei/Gericht dem Kinderschutzzentrum gemeldet.

Finanzierung
Die Dienstleistung, die das Kinderschutzzentrum „Känguru“ für Betroffene erbringt, ist kostenlos. Finanziert wird es durch das Land OÖ/Abt. Jugendwohlfahrt und den Sozialhilfeverband Gmunden. Betrieben wird es durch die Kinderfreunde OÖ.

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