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Raus in die Natur!

Anregungen für eine schöne Zeit in der freien Wildbahn.

Das bringt der Sommer:

• sich von einem Hügel herunter rollen lassen • eine Gatschburg bauen, eine Gatschsuppe kochen • auf einen Baum klettern • Steine über den See platteln • Tierspuren verfolgen • im Regen mit aus­gestreckten Armen herumrennen • erkun­den, welche Tiere und Pflanzen in einem Teich sind • balancieren auf einem um­gefallenen Baum • eine Höhle im Wald bauen • sich im Sand eingraben lassen, bis nur noch der Kopf herausschaut • eine Nachtwanderung machen • auf ei­nem Grashalm flöten • einen Staudamm bauen • Stockbrot am Lagerfeuer essen • barfuß durch den Wald gehen

Auf der Suche nach Lebendigkeit

Studien zeigen: das Hausinnere ist heutzutage der hauptsächli­che Aufenthaltsort der Kinder. Noch 1990 gaben in Deutsch­land fast drei Viertel aller Kin­der zwischen sechs und drei­zehn Jahren an, sich täglich im Freien herumzutreiben. Eine Studie des National Trust in England hat herausgefunden, dass es dort 2012 nur noch je­des zehnte Kind war. Kinder drängt es kaum noch nach drau­ßen, die Gründe dafür sind viel­fältig. Dazu zählen ein geringes Zeitbudget, zu lange Wege in den Naturraum, Angst, sich zu verletzen oder die Angst der El­tern, die ihre Kinder nicht allei­ne herumziehen lassen wollen.

Im Gatsch liegt Freiheit

Deshalb ist es aus Sicht der Kinderfreunde so wichtig, sich immer wieder den Wert des draußen Spielens vor Augen zu führen. Alleine das freie, unstrukturierte Spielen ohne vorgegebene Materialien, das Errichten einer Ministadt mit Blättern, Ästen und Sand, der Laubhaufen im Park, das He­rumtreten im Gatsch, das sich selbst Organisieren, das Her­umstreifen, das Spiel mit an­deren: das Potential an Wild­niserfahrungen ist reichhaltig, es liegt an den Eltern diese zuzulassen, bzw. ihre Kinder dazu zu ermutigen.

Und wie heißt es im Kinder­freunde Lied mit dem Titel „Packt uns nicht in Watte ein“: „Eine Welt der runden Ecken, einen Wald ganz ohne Zecken, stumpfes Messer, Plastikham­mer, so zu leben ist ein Jammer. Einen Kaktus, der nicht sticht, den wolln wir nicht! Packt uns nicht in Watte ein, wir wollen was erleben! Wir wolln, und sind wir noch so klein, auch in Gefahren schweben. …“

In der Sommerausgabe der Kronen Zeitung 2017 erschien ein Beitrag zu diesem Thema:

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