Sprechblase "Kinder haben Rechte"

Wer Gewalt gegen Kinder anwendet, hat das Recht nie auf seiner Seite!

Sofia darf nicht aus ihrer Familie gerissen und die Kinderrechte dürfen in Österreich nicht mit Füßen getreten werden.

Die Kinderfreunde appellieren an alle Mitglieder der Österreichischen Bundesregierung, sämtliche in ihrer Macht stehenden diplomatischen und rechtlichen Schritte auszuschöpfen, um zu verhindern, dass die sechsjährige österreichische Staatsbürgerin Sofia gegen ihren Willen aus ihrer Familie gerissen, nach Italien gebracht und ihrem italienischen Vater überantwortet wird.

Vor ca. fünf Jahren flüchtete Sofias Mutter gemeinsam mit ihrer Tochter von Italien zurück in ihre Heimat Österreich. Seither läuft ein Verfahren wegen Kindesentführung. Die Mutter des Mädchens hat die Obsorge in Österreich, der leibliche Vater in Italien. Im Zuge des Haager Übereinkommens bei internationalen Kindesentführungen wurde festgestellt, dass die Entscheidungen in Italien zu treffen sind. Und Italien verlangt die sofortige „Übergabe“ des Kindes an den leiblichen Vater, der die Möglichkeit zu Besuchskontakten in den letzten vier Jahren nicht nutzte. Das Mädchen kennt ihn also überhaupt nicht mehr und hat keine vertraute Person in Italien. Sie spricht kein Wort italienisch, muss aber im September in die Schule.

Sie verliert durch diese abrupte Rückführung, alles was ihr wichtig ist: ihre Mutter, ihren kleinen Bruder, ihren Stiefvater, ihre FreundInnen, ihre gewohnte Umgebung und ihr Zuhause! Eine massive Traumatisierung ist anzunehmen!

Ende Juli wurde versucht, Sofia unter beträchtlichem Polizeiaufgebot aus dem elterlichen Zuhause abzuholen. Der Plan war scheinbar, das Kind durch wildfremde Personen aus dem Bett herauszuholen, das Kind in ein Auto zu setzen und nach Italien zu bringen.

Die höchste Priorität des Kindeswohles ist laut dem Österreichischen Bundesverfassungsgesetz über die Rechte von Kindern, Artikel 5(1) wie folgt festgeschrieben: „Jedes Kind hat das Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, die Zufügung seelischen Leides, …, sind verboten...“

Ein erneuter Abholungsversuch wäre unweigerlich mit gewalttätigen Zwangsmaßnahmen gegen eine sechsjährige Österreicherin verbunden und würde das Österreichische Bundesverfassungsgesetz über die Rechte von Kindern ad absurdum führen sowie die Maxime des Kindeswohls als Lippenbekenntnis entlarven. 
 
Wenn Sie die Meinung der Kinderfreunde teilen und und unsere Bemühungen unterstützen wollen, unterschreiben auch Sie unsere Forderung an die Österreichische Bundesregierung! 

 

Die Listen können dann per Post an:

Kinderfreunde Wien
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1080 Wien

per Fax: 01-4088600
oder per Mail: versendet werden.

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