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Solidarität bringt allen was

In der aktuellen Ausgabe unserer Zeitung Mühl4tel-News widmen wir uns ganz unserem Wert Solidarität!

Liebe Kinderfreundinnen und Kinderfreunde!

Sich gegenseitig zu unterstützten, füreinander einzustehen, Menschen die Unterstützung zu geben die sie benötigen, um würdevoll Leben zu können, heißt für uns Kinderfreunde Solidarität. In der Realität erleben wir, wie tausende Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrinken, wie Menschen die es ohnedies schon schwer genug haben die Mindestsicherung (darunter viele Kinder) gekürzt wird, wie Menschen die im wahrsten Sinne des Wortes in einer Sackgasse gelandet sind, auch noch das Betteln verboten wird. Das Alles sind wahrlich keine Taten auf die unsere Gesellschaft stolz sein kann, auch wenn sich manche Politiker dafür rühmen dies umgesetzt zu haben und lächelnd von den Plakatwänden solche Entscheidungen noch verkaufen wollen. Auf der anderen Seite fühlen wir uns machtlos gegen Steuerhinterzieher, ausbeuterische Beschäftigungsverhältnisse, die Macht der Konzerne, zu Unrecht bezogene Gehälter und schlussendlich den Abbau des Sozialstaates. Deshalb müssen wir aufstehen und Solidarität leben!

„Sie brauchen den Streit zwischen uns Kleinen, damit wir uns nicht vereinen, denn dann wär Schluss mit den guten Sitten, dann wären sie nicht mehr die lachenden Dritten …..“ so ein Refrain aus einem Lied. Und das ist es auch wirklich, was hier vor sich geht. Wenn sich die weniger gut Situierten um die letzten Krümel streiten, verlieren sie den Blick auf den ganzen Kuchen, der bereits auf der Tafel der Einflussreichen aufgetischt ist und unter ihresgleichen aufgeteilt wird.

Hier kommt für mich das Wort Solidarität ins Spiel, auch wenn uns dann immer schön rhetorisch eingehämmert wird, das dies eine „Neiddebatte“ sei. Nein, das ist es sicher nicht. Hier geht es um Solidarität. Solidarität kann nur funktionieren, wenn der oder die Einzelne auch bereit ist, sich zum Wohle der Gesellschaft einzuschränken.

Gemeinsam für eine Sache einzustehen, auch wenn ich dabei (vorerst) auf etwas verzichten muss, lohnt sich aber immer. Solidarisch zu handeln bereichert nicht nur die Persönlichkeit des Einzelnen, sondern ist eine Bereicherung der ganzen Gesellschaft.

Was können wir Kinderfreunde leisten, um Solidarität in der Mitte unseres Handelns zu halten?

Wenn wir uns um unsere Mitmenschen kümmern und den Einsamen in unserer Gesellschaft Nähe und Wärme schenken, handeln wir solidarisch. Wenn wir Zivilcourage beweisen, indem wir Menschen beistehen, handeln wir solidarisch. Wir handeln auch solidarisch, wenn wir unsere Kinder zu starken, verlässlichen und gemeinschaftlich denkenden Mitbürgern heranwachsen lassen. Solidarität ist auch, wenn wir ein Umfeld schaffen, indem Eltern unterstützt werden ihre große Verantwortung der Kindererziehung unter Berücksichtigung ihrer eigenen Bedürfnisse, bestmöglich meistern zu können. Als Beispiele seien hier die Kinderbetreuung oder auch die finanzielle Absicherung durch Familienbeihilfe, Kindergeld und kostengünstige bzw. kostenlose Angebote in allen Bereichen des täglichen Lebens genannt. (Kunst, Kultur, Freizeit, Bildung, öffentlicher Verkehr, …)

Wir handeln darüber hinaus solidarisch, wenn wir bereit sind einen ehrlichen Preis für unsere Waren zu zahlen. (Fairer Handel, regionale Produkte) Auch wenn das den Verzicht auf gewissen Luxus bedeutet, denn so verhindern wir die Ausbeutung der Menschen hier bei uns und weltweit.

Wir alle haben täglich Gelegenheit, unsere Solidarität unter Beweis zu stellen. Sei es zum Beispiel der Verzicht auf einen Teil des Gehaltes durch die Leistung von Mitgliedsbeiträgen an Vereine und Interessensvertretungen, oder der Gewerkschaftsbeitrag - jeder der sich hier ausnimmt lebt auf Kosten derer, die sich solidarisch zeigen. Vielleicht kann man auch einmal einen Teil seiner bezahlten Arbeitszeit investieren. (Arbeiter- und Angestelltenversammlungen um Forderungen Nachdruck zu verleihen)

Nicht zuletzt kann der Verzicht auf einen Teil seiner individuellen Freizeit um anderen Menschen zu helfen - ihnen eine schöne Zeit zu bereiten, Beteiligung an Wahlen oder an Kundgebungen zu ermöglichen, sich in organisierten Gemeinschaften wie den Kinderfreunden zusammenzuschließen, ein wichtiger solidarischer Beitrag für die Gesellschaft sein.

Solidarität lebt von Beteiligung. Da jeder von uns ein Teil des Ganzen ist, müssen wir uns einbringen, um Veränderungen herbei zu führen. Zurücklehnen und gleichzeitig aber zu kritisieren, ist zu wenig.

Freundschaft

Euer Martin

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