Die ersten Wochen

Behördliches, Wochengeld und rund um die Karenz

BEHÖRDENWEGE
WOCHENGELD
KINDERBETREUUNGSGELD
SELBSTVERSICHERUNG
FAMILIENBEIHILFE
KARENZ
ELTERNTEILZEIT

BEHÖRDENWEGE

DIE GEBURTSURKUNDE FÜR DAS BABY
Die Geburt eines Kindes ist innerhalb einer Woche beim Einwohner- und Standesamt anzuzeigen. Geburten in einer Klinik o.ä. werden von der Anstaltsleitung angezeigt; Hausgeburten sind vom Arzt, der Hebamme, vom Vater oder einer anderen Person, die von der Geburt Kenntnis hat, anzuzeigen.

Zur Beurkundung der Geburt Ihres Kindes brauchen Sie folgende Urkunden:
• Die Geburtsurkunde der Eltern (bzw. Mutter)
• Staatsbürgerschaftsnachweis der Eltern (bzw. Mutter)
• Ihre Heiratsurkunde (wenn verheiratet)
• bei Geschiedenen das Scheidungsdekret
• Meldebestätigung der Eltern (bzw. Mutter)
• ev. Nachweis über akademische Grade der Eltern (bzw. Mutter)
• ev. Nachweis über Vaterschaftsanerkennung
• Formular „Anzeige der Geburt“, wenn die Geburt nicht vom Krankenhaus angezeigt wurde
Bei Angehörigen eines fremden Staates:
• Reisepässe oder Staatsangehörigkeitsausweise
• alle fremdsprachigen Urkunden im Original und mit beglaubigter Übersetzung

Das Krankenhaus meldet dem Standesamt die Geburt des Kindes und den von Ihnen ausgewählten Vornamen. Dort können Sie die Geburtsurkunde und die Geburtsbestätigung auch abholen. Die Erstausstellung der Geburtsurkunde ist für alle Kinder bis zum 2. Lebensjahr kostenlos.
Geschäftsbereich BürgerInnen-Angelegenheiten und Stadtforschung
Abt. Standesamt
Hauptstr. 1-5, Neues Rathaus, Tel. 0732 7070-2530
www.linz.at (service-guide),
Mo bis Fr 8-12.30 Uhr und zusätzlich Mo 14-18 Uhr und Do 14-16 Uhr
Terminvereinbarung wird empfohlen!

ERSTANMELDUNG VON NEUGEBORENEN
Bei in Linz geborenen Kindern wird bei der Beurkundung der Geburt und Ausstellung der Geburtsurkunde für Linzer Wohnsitze auch gleich die Anmeldung des Neugeborenen im Standesamt vorgenommen. Soll das neugeborene Kind bei dem/der gesetzlichen VertreterIn angemeldet werden, so trifft diese(n) die Meldepflicht. Er/Sie unterschreibt als UnterkunftgeberIn und als Meldepflichtige(r). Sollte das Kind nicht bei dem/der gesetzlichen VertreterIn gemeldet werden, so trifft die Meldepflicht den/die UnterkunftgeberIn. Frist: bis drei Tage nach Rückkehr aus der Geburtenstation.
BürgerInnen-Service
Hauptstraße 1-5, Neues Rathaus,
Tel. 0732 7070-2222
www.linz.at/meldeservice ,
Mo bis Fr von 7-18 Uhr geöffnet.
Zusätzlich ist die An-, Ab- und Ummeldung auch in Wohnortnähe in den Stadtbibliotheken möglich.

NAMENSRECHT 
Wenn die Eltern einen gemeinsamen Familiennamen haben, trägt auch das Kind diesen Namen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass der im Zuge der Eheschließung von nur einem Elternteil bestimmte Doppelname zum Familiennamen des Kindes bestimmt werden kann. Führen die Eltern keinen gemeinsamen Familiennamen (z.B. weil sie nicht verheiratet sind), so soll der Familienname eines Elternteiles zum Familiennamen des Kindes bestimmt werden können. Zudem soll das Kind durch entsprechende Bestimmungen einen aus den Familiennamen beider Elternteile gebildeten Doppelnamen erhalten können.
Der Familienname des Kindes ist grundsätzlich von den obsorgeberechtigten Eltern gemeinsam zu bestimmen. Einigen sich die Eltern auf keinen Familiennamen bzw. wird kein Familienname für das Kind bestimmt, bekommt das Kind den Nachnamen der Mutter. Ist nur ein Elternteil mit der Obsorge betraut, hat dieser das Namensbestimmungsrecht. Ändert sich der Familienname der Eltern oder eines Elternteiles oder heiraten die Eltern einander, so kann der Familienname des Kindes erneut bestimmt werden.

VATERSCHAFTSANERKENNTNIS
Der Erzeuger eines unehelich geborenen Kindes kann seine Vaterschaft durch eine Erklärung anerkennen. Das Vaterschaftsanerkenntnis muss persönlich durch den volljährigen Anerkennenden abgegeben werden. Erforderliche Dokumente:
Amtlicher Lichtbildausweis, Meldebestätigung (wenn nicht in Österreich wohnhaft), Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, Nachweis über akademischen Grad, Reisepass oder Personalausweis (für fremde Staatsangehörige). Als minderjähriger Vater zusätzlich: Einwilligung und amtlichen Lichtbildausweis der gesetzlichen Vertreterin / des gesetzlichen Vertreters
• Anerkennung der Vaterschaft zu einem Neugeborenen im Zuge der Anmeldung der Geburt ist möglich im:
Geschäftsbereich BürgerInnen-Angelegenheiten und Stadtforschung
Abt. Standesamt
Hauptstraße 1-5, Neues Rathaus, Tel. 0732 7070-2530

Mo bis Fr 8-12.30 Uhr und zusätzlich
Mo 14-18 Uhr und Do 14-16 Uhr
• Nachträgliche Anerkennung der Vaterschaft zu einer bereits beurkundeten Geburt
• Rechtskraftdurchbrechendes Anerkenntnis, d.h. die Kindesmutter ist verheiratet und der Ehemann ist nicht der Vater des Kindes (Gilt nur für Minderjährige mit österreichischer Staatsbürgerschaft) ist möglich im:
Geschäftsbereich Soziales, Jugend und Familie
Abtl. Rechtsvertretung Kinder und Jugendliche
Hauptstraße 1-5, Neues Rathaus, Tel. 0732 7070-2865, 2873 oder 2888

Mo, Di, Do und Fr 8-12.30 Uhr oder nach Terminvereinbarung 

REISEPASS / PERSONALAUSWEIS
Der Reisepasses für einen Minderjährigen (bis zum 18. Lebensjahr) kann nur vom gesetzlichen Vertreter beantragt werden. Kinder (auch Kleinkinder) und Jugendliche müssen bei der Antragstellung zwecks eindeutiger Identitätsfeststellung mit dem gesetzlichen Vertreter anwesend sein.
Erforderliche Unterlagen: amtlicher Lichtbildausweis des beantragenden Elternteiles, Geburtsurkunde des Kindes, Staatsbürgerschaftsnachweis des Kindes, ein Passbild - nicht älter als 6 Monate (ICAO-Kriterien beachten).
Für Kinder bis zum 12. Lebensjahr wird der Kinderpass mit Chip ohne Fingerprint ausgestellt.
Der erste Reisepass und Personalausweis ist für Neugeborene bis zum 2. Lebensjahr, aus Anlass der Geburt, gebührenfrei.
Der Kinderpass nach dem 2. Lebensjahr kostet € 30,-,
(€ 45,- Expresszustellung / € 165,- Ein-Tages-Expresspass)
Der Reisepass mit Chip ab dem vollendeten 12. Lebensjahr kostet € 75,90
(€ 100,- Express / € 220,- Ein-Tages-Expresspass).
Reisepass Center im Neuen Rathaus
Hauptstraße 1-5, 1. Stock (über dem BürgerInnen-Service)
Tel. 0732 7070-0
www.linz.at/pass
Mo und Do 7-12.30 Uhr und 13.30-18 Uhr,
Di und Mi 7-13.30 Uhr, Fr 7-14 Uhr

E-CARD
• Neugeborene erhalten automatisch eine ecard, sobald die Geburt bei der zuständigen Krankenkasse gemeldet wird.
• Die e-card für Kinder unter 14 Jahren können Sie ohne Unterschrift nützen.
• Die e-card zu den Mutter-Kind-Pass Untersuchungen mitnehmen.
• Wenn Ihr Kind mehrfach versichert ist, können Sie beim Arzt entscheiden, aus welcher Krankenversicherung Sie die Leistung für Ihr Kind in Anspruch nehmen. Es kann jedoch nur eine e-card ausgestellt werden.
• Wenn Kinder mit der Schule verreisen, sollte auf alle Fälle die e-card mitgegeben werden.
OÖGKK
Gruberstraße 77, 4020 Linz
www.ooegkk.at 

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WOCHENGELD

www.ooegkk.at
Wochengeld erhalten einerseits alle Arbeitnehmerinnen und andererseits auch all jene Frauen, die Geld aus der Arbeitslosenversicherung (z. B. Arbeitslosengeld, Notstandshilfe usw.) bekommen. Das Wochengeld wird für die letzten acht Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin, für den Tag der Entbindung und für die ersten acht Wochen nach der Geburt ausbezahlt.
Wird vom Amtsarzt oder dem Arbeitsinspektor aus medizinischen Gründen ein vorzeitiges Beschäftigungsverbot ausgesprochen, so besteht bereits ab dem Zeitpunkt Anspruch auf das Wochengeld. Nach der Entbindung verlängert sich der Anspruch auf 12 Wochen, wenn eine Früh- bzw. Mehrlingsgeburt oder eine Kaiserschnittentbindung vorliegt. Damit die OÖGKK das Wochengeld nach der Entbindung weiterzahlen kann, benötigen Sie eine Kopie der Geburtsurkunde. Bitte legen Sie diese zeitgerecht vor. Das Wochengeld wird Ihnen vierwöchentlich im Nachhinein überwiesen. Das Wochengeld ist ein vollständiger Ersatz des Nettoeinkommens in der Höhe des durchschnittlichen Arbeitsverdienstes der letzten 13 Wochen (bzw. der letzten drei Kalendermonate) vor Beginn der Wochenhilfe. Sonderzahlungen (Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld) werden als prozentuelle Zuschläge berücksichtigt. 
Frauen, die vor der Wochenhilfe Arbeitslosengeld oder Notstandhilfe bekamen, erhalten auf die zuletzt bezogene Leistung einen Zuschlag in der Höhe von 80 %. Bezieherinnen von Kinderbetreuungsgeld erhalten, wenn für die vorangegangene Entbindung Anspruch auf Wochengeld bestand, ein Wochengeld in der Höhe des Kinderbetreuungsgeldes. Geringfügig Beschäftigte oder geringfügige freie Dienstnehmerinnen (§ 19a ASVG) erhalten einen täglichen Fixbetrag von € 9,30. (2019)
Den Antrag auf Wochengeld erhalten Sie von Ihrem Gynäkologen, der auf der Rückseite den voraussichtlichen Entbindungstag bestätigt. Die Vorderseite ist von Ihrem Dienstgeber auszufertigen. Diese Arbeits- und Entgeltbestätigung für Wochengeld sollte zu Beginn der Wochenhilfe bei der Gebietskrankenkasse eingelangt sein. 

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FAMILIENZEITBONUS
(Papamonat)

Für erwerbstätige Väter, die sich unmittelbar nach der Geburt des Kindes intensiv und ausschließlich der Familie widmen und ihre Erwerbstätigkeit (im Einvernehmen mit dem/der Arbeitgeber/in) unterbrechen, ist ein „Familienzeitbonus“ in der Höhe von € 22,60 täglich
 (ca. € 700,-) vorgesehen. Der Familienzeitbonus wird auf ein allfälliges später vom Vater bezogenes Kinderbetreuungsgeld angerechnet, wobei sich in diesem Fall der Betrag des KBG, aber nicht die Bezugsdauer ändert. Der Bezug ist zwischen 28 bis 31 Tage möglich. Dieser Bezug muss innerhalb von 91 Tagen ab dem Tag der Geburt erfolgen. Der Antrag muss mit einem eigenen Formular binnen 91 Tagen ab dem Tag der Geburt erfolgen.

KINDERBETREUUNGSGELD

Voraussetzungen:
• Anspruch auf Familienbeihilfe
• gemeinsamer Hauptwohnsitz mit dem Kind
• Lebensmittelpunkt in Österreich
• Nicht-österreichische Staatsbürger müssen sich samt ihrem Kind nach
  §§ 8 und 9 Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz in Österreich aufhalten
• die Zuverdienstgrenze darf nicht überschritten werden (bie pauschalem KBG € 16.800,-)

Bezugsarten
Das Kinderbetreuungsgeld kann entweder als pauschale oder als einkommensabhängige Leistung bezogen werden. Die Wahl der Bezugsvarianten ist bei der erstmaligen Antragstellung zu treffen und bindet auch den zweiten Elternteil. Eine Änderung ist ausnahmslos nur binnen 14 Tagen ab erstmaliger Antragstellung möglich!

Dauer der Kinderbetreuungszeit
Das neue KBG-Konto sieht eine flexible Wahl bezüglich der Dauer der Kinderbetreuungszeit vor. Entscheidend für die max. Länge ist, ob ein oder beide Elternteil/e die Kinderbetreuungszeit in Anspruch nehmen.
• ein Elternteil kann zw. 12 bis 28 Monaten flexibel wählen
• Beide Elternteile zw. 15 und ca. 35,5 Monate

Wechsel der Betreuungsperson
Um die gesamte Betreuungszeit in Anspruch nehmen zu können, muss zumindest einmalig ein Wechsel der Betreuungsperson erfolgen, insgesamt sind nur zwei Wechsel möglich. Ein Betreuungsblock muss mind. 61 Tage dauern.

Doppelbezug
Ein gleichzeitiger Bezug von Kinderbetreuungsgeld durch beide Elternteile ist für max. 31 Tage (beim erstmaligen Wechsel) möglich.

Tagessatz / Anspruch
Der Tagessatz orientiert sich an der gewählten Dauer und variiert in beiden Varianten (ein oder zwei Elternteile) von € 14,53 bis € 33,88. Bei Inanspruchnahme eines Elternteiles steht ein Gesamtbetrag von ca. € 12.365,- zu Verfügung, bei zwei Elternteilen ca. € 15.450,-.

Partnerschaftsbonus
Wenn sich Eltern nahezu gleichlang der Kinderbetreuung widmen, gebührt jedem Elternteil nach Ende des Gesamtbezugszeitraums auf Antrag ein Partnerschaftsbonus in Höhe von € 500,- - insgesamt für beide Elternteile somit € 1.000,- - als Einmalzahlung.

Verlängerung der Bezugsdauer in Härtefällen
In bestimmten Härtefällen kann es zu einer Verlängerung des Bezuges von pauschalem KBG (KBG-Konto) von 91 Tagen über das höchstmögliche Ausmaß, das einem Elternteil alleine zusteht, kommen.
• Der zweite Elternteil ist aufgrund eines Ereignisses am Bezug des KBG im Zeitraum der Verlängerung verhindert (Tod, Aufenthalt in einer Heil- und Pflegeanstalt, gerichtlich oder behördlich festgestellte häusliche Gewalt, Aufenthalt im Frauenhaus, Haft)
• Ein dauerhaft alleinstehender Elternteil hat einen Antrag auf Festsetzung des Kindesunterhaltes bei Gericht gestellt und verfügt über ein max. Nettoeinkommen von € 1.400,- (inkl. Familienleistungen) plus je € 300,- pro Monat für weitere Personen im Haushalt, für die Unterhalt geleistet wird. Beim Bezug von einkommensabhängigen KBG besteht kein Anspruch auf eine Härtefälle-Verlängerung.  

"Beihilfe" zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld kann von einkommensschwachen Familien und Alleinerziehenden beantragt werden. Die Beihilfe beträgt € 6,06 täglich und wird als Überbrückungshilfe ab Antragstellung für ein Jahr gewährt. Alleinerziehende müssen eine Urkunde vorlegen, aus welcher der andere Elternteil hervorgeht und eine Erklärung abgeben, dass keine Partnerschaft mit dem anderen Elternteil oder einem anderen Partner besteht. In einkommensschwachen Familien darf der Elternteil, der KBG bezieht, bis € 6.800,- dazuverdienen, für den zweiten Elternteil gilt eine jährliche Einkommensgrenze von € 16.200,-.
Falls nach dem einjährigen Bezug der Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld weiter ein Recht auf Bezug von Kinderbetreuungsgeld besteht, so erhöht sich die Einkommensgrenze für den/die KindergeldbezieherIn wieder auf € 16.200, – jährlich. Ist die Beihilfe gewährt, so muss diese nicht mehr zurückgezahlt werden. Ausnahme: Die Einkommenssituation ändert sich während die Beihilfe bezogen wird. Kein Anspruch besteht, bei Bezug des einkommensabhängigen KBG.

Mehrkindzuschlag
Bei Mehrlingsgeburten gibt es einen 50%igen Zuschlag je Mehrlingskind. Bei der einkommensabhängigen Variante des KBG entfällt dieser Zuschlag.

Wo beantragen?
Das KBG muss bei der Gebietskrankenkasse mit einem Formular beantragt werden. Das gilt für Versicherte oder Angehörige von unselbständig Erwerbstätigen. Selbständige und deren Angehörige müssen das bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft machen, Landwirte bei der Sozialversicherungsanstalt der Bauern. Personen, die bisher nicht versichert oder anspruchsberechtigt waren, können ebenfalls ihren Antrag bei der OÖGKK einbringen. Wochengeldbezieherinnen erhalten dieses Formular automatisch zugesandt.
Näher Informationen:
OÖGKK - FORUM GESUNDHEIT
Karenzbetreuung Kundenservice
Gruberstraße 77, Tel. 05 7807-503730
www.ooegkk.at,  

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SELBSTVERSICHERUNG 

Grundsätzlich wird eine Selbstversicherung notwendig, wenn
• die Pflichtversicherung endet (z.B. wegen Ende des Kinderbetreuungsgeldbezuges)
• keine Mitversicherungsmöglichkeit bei Ehegatten, Lebensgefährten (z.B. Kindesvater)
  oder Eltern (bei Studierenden) besteht.

Als Selbstversicherungsformen kommen:
• die Selbstversicherung in der Krankenversicherung
• die begünstigte Selbstversicherung für Studierende oder
• die Selbstversicherung für geringfügig Beschäftigte
  in Frage.

Wenn Sie einen Antrag stellen wollen, Fragen zum Versicherungsschutz haben, oder sich über eine Selbstversicherung informieren möchten, die OÖGKK gibt Ihnen gerne Auskunft:
Tel. 05/7807-0 oder www.ooegkk.at 

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FAMILIENBEIHILFE 

Anspruch auf Familienbeihilfe haben Eltern
• deren Lebensmittelpunkt sich in Österreich befindet und
• deren Kind (auch Adoptiv-, Pflege-, Stief- und Enkelkind) mit ihnen zusammen in einem Haushalt lebt oder für das sie überwiegend Unterhalt leisten, wenn zu keinem Elternteil Haushaltszugehörigkeit besteht. Anspruch besteht grundsätzlich längstens bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres des Kindes.
In Ausnahmefällen kann die FBH bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gewährt werden.
Höhe der Familienbeihilfe
Stand Jänner 2019
• 0 bis 3 Jahre: € 114,-
• 3 bis 10 Jahre: € 121,90
• 10 bis 19 Jahre: € 141,50
• 19 bis 24 Jahre: € 165,10
• Zuschlag für ein erheblich behindertes Kind: € 155,90

Geschwisterstaffel
Der Gesamtbetrag der Familiebeihilfe erhöht sich monatlich:
• für 2 Kinder um € 7,10/Kind
• für 3 Kinder um € 17,40/Kind
• für 4 Kinder um € 26,50/Kind
• für 5 Kinder um € 32,-/Kind
• für 6 Kinder um € 35,70/Kind
• ab 7 Kinder um je € 52,-/Kind
Die Familienbeihilfe wird monatlich ausbezahlt!

Schulstartgeld
Im Zuge der Auszahlung der Familienbeihilfe für den September, wird ein Schulstartgeld in der Höhe von € 100,- für jedes Kind im Alter von 6 bis 15 Jahren gewährt. Es ist kein gesonderter Antrag erforderlich.

Kinderabsetzbetrag 
Wird gleichzeitig mit der Familienbeihilfe direkt über das Finanzamt ausbezahlt. Er muss nicht gesondert beantragt werden. Er beträgt € 58,40 pro Kind und Monat.

Antragstellung
Bei der Geburt eines Kindes muss die Familienbeihilfe nicht mehr beantragt werden (antraglose Familienbeihilfe). Die Finanzverwaltung prüft alle Voraussetzungen automatisch und überweist die Familienbeihilfe auf ein Konto der Eltern. Sollten noch Informationen, wie zB. die Bankverbindung fehlen, werden die Eltern ersucht, die Daten bekannt zu geben.

Mehrkindzuschlag
Den Mehrkindzuschlag können Eltern ab drei Kinder erhalten, wenn das Familieneinkommen eine gewisse gesetzliche Grenze nicht überschreitet. Der Zuschlag beträgt monatlich € 20,- für das dritte und jedes weitere Kind, er muss für jedes Kalenderjahr gesondert geltend gemacht werden und wird im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung ausgezahlt bzw. bei der Einkommensteuererklärung berücksichtigt. Wenn Sie keine steuerpflichtigen Einkünfte haben, ist eine direkte Auszahlung durch die zuständige Stelle möglich.

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KARENZ

Unselbständig erwerbstätige Mütter, Väter oder Pflegeeltern (Arbeitnehmer/innen) haben Anspruch auf Karenz (= Freistellung von der Arbeitsleistung gegen Entfall des Arbeitsentgeltes) bis zum 2. Geburtstag des Kindes, wenn sie mit dem Kind im gemeinsamen Haushalt leben.
Die Eltern dürfen grundsätzlich nicht gleichzeitig in Karenz gehen (Ausnahme: erstmaliger Wechsel der Karenz zwischen den Eltern).
Die Karenz beginnt für jenen Elternteil, der sie zuerst in Anspruch nimmt, acht Wochen bzw. 12 Wochen (Ende der Schutzfrist) nach der Entbindung des Kindes. Die Mindestdauer der Karenz bzw. des Karenzteiles beträgt drei Monate.
Die Karenz kann zwischen den Eltern zweimal geteilt werden, d.h dass insgesamt drei Karenzteile zulässig sind, wobei jeder Teil mind. drei Monate zu betragen hat.

Beide Elternteile haben die Möglichkeit drei Monate ihrer Karenz aufzuschieben. Diese aufgeschobene Karenz ist bis zum 7. Geburtstag des Kindes oder spätestens aus Anlass eines späteren Schuleintrittes zu verbrauchen.
Mütter, Väter und Pflegeltern können während der Karenz eine geringfügige Beschäftigung sowohl zum/zur Arbeitgeber/in, zu dem/der das karenzierte Arbeitsverhältnis besteht, als auch zu einem /einer anderen Arbeitgeber/in ausüben. Bei dieser Beschäftigung darf das Entgelt im Kalendermonat die monatliche Geringfügigkeitsgrenze (2019: € 446,81) nicht übersteigen.
Wird Karenz in Anspruch genommen erstreckt sich der Kündigungs- und Entlassungsschutz bis vier Wochen nach Ende einer Karenz bzw. Karenzteiles.

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ELTERNTEILZEIT

Gesetzlicher Anspruch auf Elternteilzeit bis zum 7. Geburtstag des Kindes haben Mütter/Väter die:
• in einem Betrieb mit mehr als 20 ArbeitnehmerInnen beschäftigt sind
• deren Arbeitsverhältnis zum Arbeitgeber ununterbrochen 3 Jahre gedauert hat
• mit dem Kind im gemeinsamen Haushalt leben (oder die Obsorge haben)
Weitere Voraussetzung ist:
• dass sich der andere Elternteil nicht gleichzeitig für dass selbe Kind in Karenz befindet
• dass die Teilzeitbeschäftigung mindestens zwei Monate dauern muss.
Für Geburten ab 1.1.2016 muss bei Elternteilzeit die wöchentliche Normalarbeitszeit um mindestens 20 % reduziert werden und als Untergrenze gilt eine Mindestarbeitszeit von 12 Std. pro Woche. Beginn und Dauer der Teilzeitbeschäftigung, sowie Ausmaß und Lage der Arbeitszeit ist mit dem/der Arbeitgeber/in zu vereinbaren.
ArbeitnehmerInnen, die von der Teilzeitbeschäftigung Gebrauch machen, haben nach dem Ende der Teilzeitbeschäftigung das Recht auf Rückkehr zur ursprünglichen Arbeitszeit. Der Kündigungs- und Entlassungsschutz endet 4 Wochen nach Ende der Elternteilzeit, spätestens aber vier Wochen nach dem 4. Lebensjahr des Kindes.

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